Top Team der Rhein/Main dominiert erste Standortbestimmung im Rudern

Die deutsche Ruderelite trifft sich zur ersten Standortbestimmung des Jahres immer in Leipzig!

Leipzig (mb). In vier von sieben Bootsklassen beherrschten die Spitzenruderer der Rhein/Main Region am letzten Wochenende die nationale Konkurrenz beim ersten Treffen der Ruderelite beim DRV Leistungstest in Leipzig.

Schon beim Ergometertest über die virtuelle Distanz von 2000m am Samstag kamen nicht nur fünf von sieben möglichen Bestleistungen aus dem Rhein-Main Gebiet, mit vier Leistungen auf dem Ruderergometer ist man mit dieser physischen Leistungskapazität in der absoluten Weltspitze vertreten.

So konnte Maximilian Fränkel (Undine Offenbach) mit 5:45min auf dem Ergometer den Rang des stärksten deutschen Kaderruderers 2017 erringen. Leonie Pless (Germania Frankfurt) konnte in 7:02 min dies Strecke absolvieren, was in der Vergangenheit nur zwei leichten Frauen in Deutschland je gelungen ist. Lukas Schäfer (Marburg, Olympiaruderer im Vierer) ist mit seinen 6:08min bei den leichten Männern ebenso Weltklasse, wie auch Jason Osborne (Olympiaruderer im Zweier, Mainz) der 6:07 benötigte, aber in Leipzig noch in der schweren Klasse startete.

Lea Kühne und Maike Dütsch (Mainz/Ulm) im Frauen Zweier ohne Stf.

Die wesentlich aufschlussreichere 6km Langstrecke am folgenden Tag, ist vom Deutschen Ruderverband in jedem Jahr der Auftakt in die neue Saison und somit Pflichtveranstaltung aller Kaderruderer. Hier hatte  das Top Team Rhein-Main dann als Gruppe einen hervorragenden Einstieg in die Saison gefunden.
Es siegte im ersten Rennen, die am Stützpunkt in der Metropolregion trainierenden Frauen Lea Kühne und Maike Dütsch (Mainz/Ulm) im Frauen Zweier ohne Stf. mit 20 Sekunden Vorsprung. Gleich im nächsten Rennen wurde Nico Merget (Frankfurt) mit seinem Partner P. Kluge siebtes Boot von 30 teilnehmenden Kombinationen, und ist somit seinem Traum von Sprung in den Deutschland Achter ein Stück nähergekommen.

Die nächsten drei Rennen waren aus der Sicht der verantwortlichen Trainer Robert Sens, Ralf Hollmann, Marc Krömer und Martin Stromenger des Stützpunktes Rhein Main, wie ein um einen Tag verspäteter Aprilscherz. Alle drei möglichen Leichtgewichtsklassen wurden aus Mainz und Frankfurt gewonnen. Sowohl Leonie Pless als auch Lukas Schäfer waren somit nicht nur die stärksten Skuller am Ergometer sondern gewannen auch noch die Rennen auf dem Wasser. Im weiteren Feld hinter den beiden Siegern kamen besonders bei den Männern mit   Jochen Agne (Würzburg) und Florian Roller (Stuttgart) weitere Weltklasseruderer, die temporär mit den Trainingsgruppen aus Frankfurt/Mainz trainieren.

Moritz Moos (Mainz) mit Julius Peschel (Hannover) im leichten Zweier-ohne

Im Leichtgewichts Zweier ohne Stm. wurde es dann zu einem Krimi bis zur Ziellinie. An allen Zeitnahmen wurden die beiden Boote aus dem Rhein- Main Gebiet zeitgleich gestoppt. Am Ende siegten Olympiaruderer Moritz Moos (Mainz) mit Julius Peschel (Ersatz in Rio 2016) mit einer Sekunde vor der Kombination Sven Kessler (Frankfurt, Ersatz in Rio) und dem Weltmeister 2016 im leichten Doppelvierer, Patrick Stöcker. Beide Kombinationen rudern erst wenige Wochen zusammen und zeigen somit bereits eine gute Basis für weitere Aufgaben.

Die Dominanz in den leichten Bootsgattungen, die seit Jahren hier entwickelt worden sind, ist nach dem ersten Gipfeltreffen der nationalen Elite mehr als deutlich und dokumentiert die solide Arbeit.

Für die Spitzenruderer des Rhein- Main Gebietes wird sich in drei Wochen bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaftsrudern in Krefeld zeigen, in wie weit dann die Leistungen stabil sind, so dass um die internationalen Rollsitze, die hier eine fast finale Selektion finden, mitgerudert werden kann.

 

 

Was ist das Top-Team Rhein-Main?
Das Top-Team Rhein-Main hat die höchste Leistungsstufe im Rudern für Athleten der Metropolregion Rhein-Main im Blick. Es bündelt, optimiert und baut die vorhandenen Ressourcen aus. Mit Zielstellung Olympia und Paralympics ist eine professionelle Betreuung, eine Top-Infrastruktur und adäquate Trainingslager gewährleistet. Ein internationales und breitgefächertes Angebot von Ausbildung/Berufskonzepten, die Sport und Karriere nebeneinander ermöglichen, für Athleten aller Vereine ist das Ziel. Das Top-Team ist integraler und länderübergreifender Bestandteil einer funktionsfähigen Verbandstruktur (LRVs, DRV, Institutionen) und wird getragen durch die beiden Traditionsvereine Mainzer RV und Frankfurter RG Germania.