Fähre im Ginsheimer Altrheinarm

Ruderrevier

Den Ruderern des MRV steht ein außergewöhnlich abwechslungsreiches Ruderrevier zur Verfügung, das den Ansprüchen von Leistungssportlern bis hin zu Ruderanfängern und Kindern angemessene Rudermöglichkeiten eröffnet.

Der Acker

Der Acker ist das Haupt-Trainingsgebiet und knapp 2 km lang. Vom MRV-Steg aus muss man zunächst 500 Meter rheinaufwärts rudern, um danach den Rhein zu queren. Der Altrheinarm Acker ist nur nach Norden offen. Er wird von zwei Rheininseln begrenzt, nämlich östlich von der Bleiau und westlich von einer Insel, die den Altrheiarm vom Hauptstrom abgrenzt.

Es ist ein Altrheinarm ohne Strömung, der auch als Ankerplatz für Motor- und Segelboote dient. Bei gutem Wetter können dort sehr viele Boote unterwegs sein.

Der Rhein

Der MRV-Steg liegt unmittelbar am Rhein, einer der meistbefahrenen Wasserstraßen Europas. Direkt gegenüber fließt der Main in den Rhein, was am Steg, zusammen mit den Windverwirbelungen der Eisenbahnbrücke, ständig zu einem Mindestmaß an Wellen und Querströmungen führt. Das Ruderrevier des MRV reicht von Rheinkilometer 486,5 (Nackenheim/Querdamm) im Süden bis Rheinkilometer 506 (Schierstein) im Norden. Fahrten über diese Grenzen hinaus müssen nach der Fahrtordnung mit dem Ruderwart vereinbart werden.

Um in den Acker, die Bleiaue oder den Main zu gelangen, muss der Rhein überquert werden. Wegen des regen Schiffverkehrs und der Wellen ist eine sichere Beherrschung des Bootes ebenso erforderlich wie die Fähigkeit, im Falle des Kenterns mit Kleinbooten wieder einsteigen zu können.

Auf der Fahrt zum Ginsheimer Altrheinarm oder zum Hofgut Langenau muss an der Weisenauer Brücke an Lastschiffen vorbeigerudert werden, die dort beladen werden. Mitunter ist der Abstand zwischen Schiff und Brückenpfeiler relativ gering. Die Stelle fordert von demjenigen, der steuert, höchste Aufmerksamkeit und einiges Geschick. Einfacher ist es, schon vorher auf die andere Rheinseite zu wechseln und dort zum Ginsheimer Altrheinarm zu rudern.

Beliebtes Ziel einer Freizeitrudergruppe ist jeden Sonntagmorgen im Sommer das Hofgut Langenau auf der gleichnamigen Halbinsel.

Bei der Fahrt auf dem Rhein ist bei Benutzung des Weges entlang des westlichen Ufers auf die Berufsschiffe an der Weisenauerbrücke zu achten. Die Durchfahrt zwischen den Schiffen und dem Brückenpfeiler kann sehr eng sein, so dass nur geübte Steuermänner/-frauen diese Route wählen sollten. Auf der östlichen Rheinseite ist unmittelbar vor der Einfahrt in den Altrheinarm auf die unberechenbare Strömung zwischen Wassermühle und Boje zu achten.

Der Main

Gegenüber dem Bootshaus befindet sich die Mündung des Mains in den Rhein. Der Main ist bis zur Schleuse hinter Kostheim gut ruderbar. Vor allem bei Niedrigwasser kann auf dem Main trainiert werden. Vor der Staustufe kann dazu ein gut 1000 m langes Stück ohne Schifffahrt und mit wenig Strömung genutzt werden.

Es ist auf genügend Abstand zur Staustufe zu achten (Sogwirkung). Die Einfahrt in den Schleusenkanal (in Fahrtrichtung rechts) ist verboten!

Auch der Schiffsverkehr im Main ist nicht zu unterschätzen. Der Abstand ist an manchen Stellen sehr gering. Weitere Gefahrenstellen sind die Durchfahrt unter der Kostheimer Straßenbrücke sowie bei niedrigem Wasserstand verdeckte Steine in Ufernähe.

Der Winterhafen

Der Winterhafen ist eine Sackgasse und hauptsächlich ein Yachthafen. Der MRV hat auch hier einen Schwimmsteg, an dem zum einen unsere drei Trainerboote und darüber hinaus ein transportabler Schwimmsteg festgemacht sind.

Am kleinen Schwimmsteg bildet der MRV in der warmen Jahreszeit unseren Nachwuchs im Einer aus. Dort kann man problemlos den Wassereinstieg üben, den jedes unserer Kinder beherrschen muss (siehe oben), bevor es den Rhein im Einer überqueren darf.

Der Querdamm (Ginsheimer Altrhein)

Der sogenannte Querdamm ist ein Arm des Altrheins, der bei Weisenau in den Rhein fließt. Diesen Abschnitt Querdamm zu nennen ist eigentlich nicht richtig, denn es handelt sich um den Ginsheimer Altrhein. Nach etwa 7 km gibt es eine Staustufe, bzw. einen Damm, der quer über den Fluss verläuft, daher der Name Querdamm. Im Ginsheimer Altrhein existieren zwei kleine Inseln. Die eine befindet sich direkt am Querdamm, die andere etwa zwei Kilometer weiter stromabwärts. Die Strömung ist auf dem ersten Kilometer gering und danach kaum mehr zu bemerken. Das Ufer der Langenau ist naturnah und mit ausgedehnten Weidenbeständen sowie teilweise Schilfgürteln bewachsen.

Auf der Insel Langenau befindet sich auch das gleichnamige Hofgut, das für eine Freizeitgruppe jeden Sonntag ein beliebtes Ruderziel ist.

Der Altrheinarm ist erreichbar über die Bleiaue oder über den Rhein. Bei der Fahrt auf dem Rhein ist bei Benutzung des Weges entlang des westlichen Ufers auf die Berufsschiffe an der Weisenauerbrücke zu achten. Die Durchfahrt zwischen den Schiffen und dem Brückenpfeiler kann sehr eng sein, so dass nur geübte Steuermänner/-frauen diese Route wählen sollten. Auf der östlichen Rheinseite ist unmittelbar vor der Einfahrt in den Altrheinarm auf die unberechenbare Strömung zwischen Wassermühle und Boje zu achten. Sicherer ist es, die Boje auf der Wasserseite zu umfahren.

In Ginsheim ist auf die Fähre „Johanna“ zu achten.

In der Zeit vom 15. April bis 15. Juni ist der südliche Teil des Altrheinarms (ab dem Bootshafen Ginsheim/Schwarzbach-Mündung) zum Schutz brütender Vögel auch für den Ruderbetrieb absolut gesperrt!

Die Bleiaue

Bei Rhein-km 494 zweigt ein etwa 2 km langer Nebenarm des Rheins vom Rhein ab und fließt ihm bei km 496 wieder zu: die Bleiaue.

Auf halbem Wege liegt das etwa 600 m lange Gustavsburger Industriehafenbecken . Wenn im Acker Hochbetrieb ist und man ein gerades Stück Wasser ohne Strömung und Wellen braucht, kann man hierher ausweichen. In der Regel finden jüngere Nachwuchsruderer in der Bleiaue ihren Platz.

Zweifellos ist die Bleiaue der schönste Teil unseres Ruderreviers. Anfangs dominiert Industriecharakter, danach gefällt links und rechts viel unberührte Natur und einige Ferienwohnungen am Wasser geben dem Gesamtbild Halt.

Bei einem Pegelstand unter 2 Meter ist die Durchfahrt nicht mehr möglich.