Wir sind Weltmeister – Jason Osborne und Moritz Moos gewinnen Titel

  • 14.09.2018

Jason Osborne ist Weltmeister im Leichtgewichts-Einer der Männer. Mit 6:56.36 siegt er deutlich vor dem Schweizer Michael Schmid (1.98 Rückstand) und dem Amerikaner Andrew Campbell Jr (3.68 Rückstand). Vom Start weg führte der MRV-Athlet das Feld an und wehrte einen Spurt der beiden Ruderer erfolgreich ab. Ja­son Os­bor­ne hatte zum Auf­takt der WM-Wo­che mit 6:41,03 Mi­nu­ten ei­ne neue Welt­best­zeit im leich­ten Ei­ner gesetzt. Der Main­zer Ru­de­rer ver­bes­ser­te die bis­he­ri­ge Re­kord­zeit des Ita­li­en­ers Mar­cel­lo Mia­ni aus dem Jahr 2014 um über zwei Se­kun­den und ge­wann seinen WM-Vor­lauf mit fast 30 Se­kun­den Vor­sprung auf den Zweitplatzierten. Der MRV gratuliert zum souveränen Start-Ziel-Sieg sowie zur Weltbestzeit im Vorlauf!

Nach einem guten Start konnte sich der 24-Jährige an die Spitze setzen und von dort das Feld kontrollieren. Nach 500 m hatte er eine Sekunde Vorsprung auf den Kanadier auf Rang zwei rausgerudert. Bis zur nächsten Zeitmessung konnte Osborne die Führung leicht ausbauen, inzwischen war der US-Amerikaner auf Platz zwei vorgerudert. 500 m vor dem Ziel lag der Deutsche mit knapp einer Bootslänge in Führung, die Goldmedaille im Blick. Mit einem kontrollierten Schlussspurt fuhr Osborne das Rennen zu Ende. Damit gewinnt er den ersten WM-Titel nach Peter Ording 2004. „Ich bin total erleichtert und freue mich riesig. Vom Rennverlauf war das Rennen optimal für mich, genau, wie ich es mir vorgestellt habe. Dieses Jahr war mal was anderes im Einer, da hab ich auf jeden Fall Erfahrungen sammeln können. Richtung Tokio2020 muss ich mir jetzt einen Doppelpartner suchen“, so Osborne nach dem Rennen. „Besser hätte es nicht laufen können. Es war eine perfekte Saison für Jason. Umso schöner, dass er sie noch mit dem WM-Titel und der Weltbestzeit krönen konnte“, sagte Trainer Robert Sens.

Moritz Moos – Sieg im Doppelvierer

Auch Moritz Moos hat es im Leichgewichts-Doppelvierer geschafft. Als Schlagmann holt er gemeinsam mit Joachim Agne, Max Röger und Florian Roller in 5:51.21 den Titel, knapp vor Italien und der Türkei. Auch ihm gratuliert der MRV zum Weltmeistertitel.

Zuletzt stand ein deutsches Team 2016 ganz oben auf dem Podium. Florian Roller (Stuttgarter Rudergesellschaft von 1899 e.V.), Moritz Moos (Mainzer Ruder-Verein von 1878 e.V.), Max Röger (Rudergesellschaft Wiking Berlin e.V.) und Joachim Agne (Akademischer Ruderclub Würzburg e.V.) hatten schon mit ihrem Sieg beim Weltcup-Finale in Luzern ihre starke Form unterstrichen. Das Quartett hat sich nach einem gewohnt starken Start direkt an die Spitze des Feldes gesetzt. Nach 500 m lagen sie eine halbe Sekunde vor den Verfolgern aus Italien und Dänemark. Auf der zweiten Teilstrecke erhöhten die Italiener das Tempo, aber die Deutschen wehrten den Angriff erfolgreich ab. Fast zeitgleich gingen die beiden Boote auf die zweite Streckenhälfte, die drittplatzierten Türken hatten fast eine Bootslänge Rückstand. Mit der höchsten Geschwindigkeit gingen die Athleten von Trainer Robert Sens auf die letzten 500 m, konnten sich mit fast einer Bootslänge absetzten und verdient Gold gewinnen. „Wir hätten nicht gedacht, dass es so deutlich wird. Bei 1300 m haben wir gemerkt, dass die Italiener ein wenig in Panik geraten. Auf den letzten 500 m konnten wir dann noch einmal zulegen. Jetzt freuen wir uns natürlich sehr über Gold“, so Florian Roller nach dem Rennen. „Wir haben darauf gesetzt, dass wir Italien ins Wackeln bekommen, wenn wir sie unter Druck setzen. Das hat geklappt“, so Sens. Noch bis zur Hälfte des Rennens waren die Boote praktisch gleichauf, danach enteilte der deutsche Vierer und holte mit über einer Sekunde Vorsprung Gold. „Es war das erklärte Ziel, Gold zu holen“, erklärte Trainer Robert Sens.